Welcher Notfallhammer ist der beste?

Den einen besten Notfallhammer gibt es nicht, es gibt den, den Sie im Ernstfall erreichen und bedienen können. Wir bauen selbst einen, sagen aber auch, wo der klassische Hammer seine Stärken hat.
- Zwei Bauarten
- Was für den Hammer spricht
- Was für den Federkörner spricht
- Worauf Sie beim Kauf achten
- Unsere Empfehlung
Zwei Bauarten
Der klassische Nothammer hat einen Griff und Metallspitzen. Sie schlagen ihn wie einen Hammer gegen die Scheibe. Der Federkörner ist ein kleiner Stift, in dem eine Feder vorgespannt ist: Sie drücken ihn an, er löst aus. Beide zerstören Einscheiben-Sicherheitsglas, beide scheitern an Verbundglas.
Was für den Hammer spricht
Er liegt massiv in der Hand, ist auch für große Hände gut greifbar und lässt sich wiederholt einsetzen. Wer viel Platz hat und frei ausholen kann, trifft auch mit ihm die Scheibe. Sein Nachteil: Er ist groß, liegt daher selten griffbereit, und nach einem Aufprall fehlt oft der Raum für den Schwung.
Was für den Federkörner spricht
Er passt an den Schlüsselbund, wiegt bei uns 35 Gramm, und er braucht keine Armkraft. Das ist gerade für ältere Menschen und im engen Sitz ein Vorteil. Sein Nachteil: Die Spitze muss sauber auf das Glas gesetzt werden. Das lernt man mit dem Testglas in einer Minute.
Worauf Sie beim Kauf achten
Erstens das Material der Spitze: Wolfram ist hart und nutzt sich kaum ab. Zweitens ein geschützter Gurtschneider, kein offenes Messer. Drittens eine Halterung, die wirklich klebt oder klemmt. Viertens ein Testglas oder eine klare Anleitung. Fünftens: Lieber zwei günstige griffbereit im Auto als einen teuren im Kofferraum.
Unsere Empfehlung
Für die meisten Autofahrer ist der Federkörner die praktischere Wahl, weil er tatsächlich griffbereit bleibt. Darum haben wir uns dafür entschieden. Einfach, klein und immer da: Das ist das Beste, was man über einen Notfallhammer sagen kann.
